Beglückwünschen von Nicht-Muslimen zu ihren Festen
17/02/2017
Dialog zwischen den Religionen
19/02/2017
Show all

Erwerb eines Eigenheims mit einem Zinskredit für Muslime

بسم الله الرحمن الرحيم

Mit dem Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen

Beschlüsse und Fatāwā des European Council for Fatwa and Research

7. Beschluss des European Council (4/2)


Das Urteil über den Erwerb eines Eigenheims mit einem Zinskredit für die Muslime außerhalb der muslimischen Länder


Der Council hat sich mit der Angelegenheit befasst, die in Europa und allgemein in der westlichen Welt ein weit verbreitetes Problem darstellt, und zwar das der Eigenheime, die durch einen Zinskredit konventioneller Banken erworben werden.
Dem Council wurden mehrere Papiere bezüglich dieses Themas von sowohl Befürwortern wie auch Opponenten eingereicht. Sie wurden dem Council verlesen, woraufhin alle Mitglieder diese ausführlich ausdiskutierten. Die Mehrheit der Mitglieder des Council kamen demnach zu folgendem Beschluss:
Der Council bekräftigt den Konsensus der Umma bezüglich des Zinsverbots, dass er zu den „Sieben Zugrunderichtenden“ gehört und zu den schwerwiegenden Süden, die einen Krieg Allahs und seines Propheten veranlassen. Auch bestätigt er das, was die islamischen Rechtsgremien beschlossen, nämlich dass die sogenannten „Bankenprofite“ die verbotenen Zinsen sind.

Der Council fordert die Muslime in Europa dazu auf, sich in der Findung islamrechtlich gültiger Alternativen in jeder ihnen möglichen Weise zu bemühen, in welchen es keine Ungewissheit gibt. Als Beispiel dazu dient „Bayʿ al-Murābaḥa“, welches von den islamischen Banken verwendet wird, wie auch die Gründung von islamischen Unternehmen, die solche Häuser unter erleichterten und für die Mehrheit der Muslime erschwinglichen Konditionen erbauen (lassen), usw.

Ebenso ruft er dazu auf, dass die islamischen Gesellschaften in Europa mit den konventionellen europäischen Banken verhandeln, damit diese diese Geschäftsform in eine islamrechtlich akzeptierte Form umwandeln, wie den „Bayʿ at-Taqṣīṭ“ (Ratenkauf, An.d.Ü.), bei dem der Preis im Gegenzug zur Fristverlängerung erhöht wird. Dies würde dazu führen, dass sie eine große Zahl von Muslimen gewinnen würden, die mit ihnen auf Basis dieser Methode geschäftlich verkehren würden. In einigen Ländern Europas findet dies bereits Anwendung. Wir haben gesehen, dass es auch mehrere große westliche Banken gibt, die eigene Niederlassungen in arabischen Staaten gründen und auf Grundlage des Islam geschäftlich verkehren, wie u.a. in Bahrain.

Der Council kann dabei unterstützen, in dem er einen Aufruf an diese Banken schickt, um ihren Umgang mit den Muslimen zu verbessern.

Ist weder das eine noch das andere in der jetzigen Zeit möglich, so sieht der Council im Lichte der islamrechtlichen Quellen, Grundlagen sowie zu berücksichtigenden Aspekte keinen Einwand darin, zu diesem Mittel zurückzugreifen, nämlich den Zinskredit für den Kauf eines Eigenheims zum Wohnen für ihn (d.h. den Kreditnehmer, An.d.Ü.) und seine Familie wahrzunehmen. Dies unter der Bedingung, dass der Kreditnehmer über kein weiteres Eigenheim verfügt, welches ihm genügen würde, dass dieses Eigenheim sein Hauptwohnsitz wird, sowie dass er über kein Kapital verfügt, das ihm ermöglicht, das Eigenheim ohne Verwendung dieses Mittels zu erwerben. Der Council hat sich dabei hauptsächlich auf zwei Pfeiler gestützt:

Der erste Pfeiler: Die Regel: „Die Notwendigkeit erlaubt das Verbotene“.


Diese ist eine Regel, über die es Übereinstimmung gibt, und welche aus dem Koran an fünf Stellen abgeleitet wurde. Dazu gehört: „wo Er euch doch ausführlich dargelegt hat, was Er euch verboten hat, außer dem, wozu ihr gezwungen werdet?“ (Al-Anʿām:119). In derselben Sure sagt Allah, nachdem Er das Verbotene der Speisen genannt hat: „Wer sich aber in einer Zwangslage befindet, ohne zu begehren oder das Maß zu überschreiten, - so ist dein Herr Allvergebend und Barmherzig“ (Al-Anʿām:145). Die islamischen Rechtsgelehrten sind außerdem zum Entschluss gekommen, dass der Bedarf (Al-Ḥāǧa) in manchen Fällen den Rang der Notwendigkeit (Aḍ-Ḍarūra) einnehmen kann, sei er (d.h. der Bedarf) nun spezifisch oder allgemeingültig.

Der Bedarf (Al-Ḥāǧa) ist das, was bei Nicht-Erfüllung den Muslim in Bedrängnis sein lässt, auch wenn er trotz dessen leben kann. Dies steht im Gegensatz zur Notwendigkeit, ohne die er nicht im Stande ist zu leben.
Allah der Erhabene hat von dieser Umma die Bedrängnis aufgehoben, wie dies durch die Textbelege des Koran bestätigt ist. So spricht Allah in Sure Al-Ḥaǧǧ: „Und Er hat euch in der Religion keine Bedrängnis auferlegt“. (Al-Ḥaǧǧ:78). In Sure Al-Māʾida heißt es: „Allah will euch keine Bedrängnis auferlegen.“ (Al-Māʾida:6).

Das Eigenheim also, das vom Muslim die Bedrängnis abwendet, ist jenes, welches passend für ihn hinsichtlich seines Standorts, seiner Größe und seiner Mitbewohner ist, sodass dies ein wirkliches Heim darstellt.

Auch wenn sich der Council auf die Regel der Notwendigkeit oder des Bedarfs, der den Rang der Notwendigkeit einnimmt, stützt, so lässt er nicht die andere Regel außer Acht, die die eben genannte reguliert und ergänzt; nämlich dass das, was aufgrund einer Notwendigkeit erlaubt wird, maßvoll bemessen wird. Der Council erlaubt also nicht den Erwerb von Häusern zu Zwecken des Handels und Ähnlichem.

Zweifellos stellt das Zuhause für den einzelnen Muslim und die muslimische Familie eine Notwendigkeit dar. Allah der Erhabene ließ dies eine Gunsterweisung Seiner gegenüber seinen Dienern sein als er sagte: „Und Allah hat euch aus euren Häusern eine Ruhestätte gemacht.“ (An-Naḥl:80).

Der Prophet, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, machte das großräumige Heim zu einer der drei oder vier Komponenten der Glückseligkeit. Das gemietete Eigenheim aber kommt nicht jedem Bedürfnis des Muslims nach, es gibt ihm nicht das Gefühl der Sicherheit. Auch wenn es den Muslim viel kosten würde, was er einem Nicht-Muslim bezahlen müsste, er über viele Jahre hinweg seine Miete bezahlt, ohne vom Haus auch nur einen Stein zu besitzen, verbleibt er trotz dessen anfällig für den Rauswurf aus diesem Eigenheim, wenn (bspw.) seine Familie wächst oder sich seine Besucher häufen. Wenn er zusätzlich ein hohes Alter erreicht, sein Einkommen sinkt oder versiegt, wird er anfällig dafür auf die Straße geworfen zu werden.

Der Besitz des Eigenheims nimmt dem Muslim diese Sorge, sowie ihm dies die Wahl seines Eigenheims in der Nähe der Moschee, des islamischen Zentrums und der islamischen Schule ermöglicht. Dies verschafft der muslimischen Gemeinschaft ebenso die Möglichkeit, sich näher zu kommen und Nachbarn voneinander zu werden. So lernen sich ihre Kinder kennen, ihre Bande wird gestärkt, und sie unterstützen sich in ihrem Alltag im Rahmen der islamischen Vorstellungen.

Dazu kommt, dass dies dem Muslim ermöglicht, dass er sein Eigenheim auf die Weise einrichtet, wie es seinen religiösen und sozialen Bedarf deckt, da es in seinem Besitz ist.
Neben diesem individuellen Bedarf jeden Muslims, existiert ebenso der allgemeine Bedarf für die Gemeinschaft der Muslime, welche als Minderheit außerhalb der islamischen Welt leben, welcher sich eben in der Verbesserung ihres Lebenszustandes verkörpert. Dies, damit sich ihre Lebensqualität steigt, und damit es ihnen wahrhaft gebührt, der besten Gemeinschaft, die der Menschheit entsandt wurde, anzugehören. Ebenso, damit sie ein strahlendes Bild vom Islam den Nicht-Muslimen gegenüber geben können. Dies verkörpert sich auch darin, dass sie sich vom wirtschaftlichen Druck freimachen, damit sie die Pflicht der Daʿwa widmen können und an der Gestaltung der Gesamtgesellschaft partizipieren. Dies bedingt, dass der Muslim nicht über sein Leben lang für die Bezahlung seiner Wohnungsmiete und seiner Lebenshaltungskosten ackern muss, und dabei nicht die Möglichkeit findet, seiner Gesellschaft zu dienen oder seine Daʿwa zu verbreiten.

Der zweite Pfeiler:

Ist die Meinung Abū Ḥanīfās, seines Gefährten Muḥammad ibn Al-Ḥasan Aš-Šaybānī, welche ebenso die Meinung bildet, mit der die Fatwa in der hanafitischen Rechtsschule erteilt wird, ebenso die Meinung des Sufyān Aṯ-Ṯawrī, Ibrāhīm An-Naḫaʿī, welche ebenso in eine Überlieferung des Aḥmad ibn Ḥanbal bildet, welche darüberhinaus laut einigen Quellen der Hanbaliten von Ibn Taymiya als die Richtigere auserwählt wurde, nämlich die Erlaubnis des (Geschäfts-)Verkehrs mit Zinsen und anderen im Islam nichtigen Verträgen zwischen den Muslimen und Nicht-Muslimen außerhalb des muslimischen Länder.

Eine ganze Anzahl an Berücksichtigungen lassen die Heranziehung dieser Meinung bevorzugt sein. Zu diesen gehört unter anderem:



1. Dass der Muslim islamrechtlich nicht dazu verpflichtet ist, die zivilen, finanziellen, politischen u.a. Rechtsurteile des Islam, welche mit der allgemeinen Ordnung zusammenhängen des Islam, in einer Gesellschaft zu errichten, die nicht an den Islam glauben. Dies, da er dies nicht zu leisten vermag, , und Allah legt keiner Seele auf, was sie nicht zu leisten vermag. Das Verbot der Zinsen gehört zu diesen Rechtsurteilen, die mit der Identität der Gesellschaft, ihrer gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Ausrichtung sowie mit der Staatsphilosophie zusammenhängt.

Vielmehr wird der Muslim dazu aufgefordert, die Gebote zu errichten, die mit ihm individuell zusammenhängen, wie den Geboten bezüglich der gottesdienstlichen Handlungen, der Speisen und Getränke, der Kleidung und dem, was mit der Ehe, der Scheidung, der Raǧʿa, der Wartezeit (ʿIdda), dem Erbe und anderen dem Personenstandsrecht zugehörigen Themen zusammenhängt. Wenn er also in diesen Angelegenheiten so sehr eingeschränkt wird, dass er in keiner Weise seine Religion verrichten kann, so wird für ihn die Auswanderung zu Allah’s weiter Erde mit Sicherhier zur Pflicht, sofern er eine Möglichkeit dafür findet.


2. Dass der Muslim, sofern er keinen Umgang mit diesen (islamisch betrachtetet) nichtigen Verträgen - zu denen der Zinsvertrag zählt - im Land eines Volkes pflegt, so führt dies dazu, dass sein Festhalten am Islam Grund für seine wirtschaftliche Schwäche und seinen finanziellen Verlust wird. Vielmehr sollte es aber so sein, dass der Islam den Muslim stärkt, nicht schwächt, ihm (sein Vermögen) mehrt, nicht verringert und ihm nützt, nicht schadet. Ebenso argumentierten einige der Gelehrten der rechtschaffenen Altvorderen (Salaf) bei der Erlaubnis des Beerbens eines Muslims durch einen Nicht-Muslim mit dem Hadith: „Der Islam mehrt, nicht aber verringert er sich.“ Dies bedeutet, dass er dem Muslim stets mehrt, ihm nicht aber etwas verringert. Ihm ähnlich ist der Hadith: „Der Islam erhöht, wird aber nicht erhöht.“

Wenn er also nicht mit diesen Verträgen umgeht, die sie sich (d.h. die Nicht-Muslime) zu eigen machten, so wird er (trotzdem) dazu gezwungen, dass er das gibt, was von ihm eingefordert wird, wobei er allerdings nicht das Gleiche zurückbekommt. Er setzt also diese Gesetze und Verträge um bei dem, was er an Geldbußen zu tilgen hat, nicht aber setzt er sie um bei dem, was ihm als Vorteil zukommt. Er habe also stets Verlust zu erleiden, nie aber einen Vorteil zu erzielen. Hierdurch bleibt der Muslim immer in finanziellem Nachteil aufgrund seines Festhaltens am Islam. Der Islam aber zielt niemals darauf ab, dass er dem Muslim durch sein Festhalten an ihm unrecht tut, oder dass er ihn – in nicht-muslimischen Ländern – dem Nicht-Muslim überlässt, während dieser sich an ihm bereichert und durch ihn bevorteilen lässt, wobei es dem Muslim auf der anderen Seite verboten bleibt, ebenso vom Geschäft mit dem Nicht-Muslim im Lichte der vorherrschenden und anerkannten Vertragsformen zu profitieren.

Was aber über die hanafitischen Rechtsschule gesagt wird, dass sie das Zinsgeschäft im Falle des Nehmens, nicht aber des Gebens erlaube, da es keinen Profit für den Muslim im Geben gebe und sie den Umgang mit (islamisch) nichtigen Verträgen nur unter zwei Voraussetzungen erlauben würden: Die Erste: Dass es in diesem Geschäft einen Nutzen für den Muslim zu geben habe. Die Zweite: Dass es in diesem weder Betrug noch Verrat dem Nicht-Muslim gegenüber zu geben habe. Hier also habe sich der Nutzen für den Muslim nicht verwirklicht.

Die Antwort hierauf ist: Dass dies so nicht absolut gilt. Hierauf deutet auch die Aussage des Muḥammad ibn Al-Ḥasan Aš-Šaybānī im „As-Sayr Al-Kabīr“ sowie die Verallgemeinerung der Früheren der Gelehrten dieser Rechtsschule. Hinzu kommt, dass der Muslim, obwohl er es ihr ist, der den Zins zahlt, so ist er trotzdem der Nutznießende, da er hierdurch letztlich das Haus erwirbt.

Dazu kommt, dass uns die hier lebenden Muslime durch direktes Hören von ihnen sowie durch Schriftverkehr bekräftigten, dass die Beträge, die sie der Bank bezahlen, dem dem Eigentümer bezahlten Mietbetrag gleichkommen, in manchen Fällen sind diese sogar geringer. Dies bedeutet, dass wenn wir den Umgang hier mit Zinsen verbieten, so verwehren wir dem Muslim und seiner Familie den Besitz eines Eigenheimes. Dieser jedoch gehört zu den Grundbedarfen des Menschen, wie es die islamischen Rechtsgelehrten ausdrückten. Möglicherweise bleibt er gar für zwanzig, dreißig oder noch mehr Jahre dabei, monatlich oder jährlich Miete zu bezahlen, gleichzeitig aber nichts zu besitzen. Er hätte gleichzeitig aber innerhalb von zwanzig Jahren – vielleicht sogar weniger – das Haus erwerben können.

Selbst wenn dieser Umgang entsprechend der Rechtsschule des Abī Ḥanīfa und denen, die ihm übereinstimmen, also nicht erlaubt sein sollte, so ist sie dennoch bei Allen erlaubt, aufgrund des Bedarfs, der in manchen Fällen den Rang der Notwendigkeit einnimmt, durch welchen wiederrum das Verbotene erlaubt wird.

Hinzu kommt verstärkend, dass der Muslim hier Zinsen gibt, nicht Zinsen nimmt. Der Grundsatz des Verbots hier ist, dass das Verbot auf das „Nehmen der Zinsen“ aufgebaut ist, wie es die Verse des Koran ausdrückten. Das Geben der Zinsen allerdings wurde aufgrund der Versperrung der (verbotenen) Mittel verboten, sowie seine Verschriftlichung und die Zeugenschaft für ihn verboten wurden. Sein Verbot ist also von der Kategorie des Verbietens der Mittel, nicht des Verbietens der Zwecke.

Es ist bekannt, dass das Nehmen von Zinsen unter keinen Umständen erlaubt ist. Das Geben der Zinsen allerdings ist bei Bedarf erlaubt. Dies haben die islamischen Rechtsgelehrten ausdrücklich gesagt, sowie sie die mit Zinsen verbundene Kreditnahme für erlaubt erklären, wenn dem Muslim die Wege der erlaubten Kreditnahme verwehrt sind.

Zu den bekannten Regeln gehört ebenso: Dass das, was an sich verboten wurde, nur bei Notwendigkeit erlaubt wird. Was allerdings verboten wurde, um (verbotenen) Mitteln den Weg zu versperren, so wird dies bei Bedarf erlaubt.

Und Allah ist der Erfolgbringende.
 
1. An.d.Ü.: Bei diesem Kaufvertrag wird ein Gegenstand für seinen ursprünglichen Kaufpreis mit Aufschlag weiterverkauft.
2. Rückkehr der Frau zu ihrem Ehemann nach einer Scheidung (An.d.Ü.).
3. Abū Dāwūd (Nr. 2912) überlieferte, durch ihn ebenso Al-Bayhaqī (6/205, 254-255) mit seiner Überlieferungskette bis ʿAbdillāh ibn Burda: Dass zwei Brüder streitend zu Yaḥyā ibn Yaʿmar kamen: nämlich ein Jude und ein Muslim. Hierauf beerbte er den Muslim von ihnen beiden. Hierbei sagte er: Es berichtete mir Abū Al-Aswad, dass ihm ein Mann berichtete, dass ihm Muʿāḏ berichtete, dass er sagte: Ich hörte den Gesandten Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf Ihm sagen: „Der Islam mehrt sich und wird nicht weniger.“ So also beerbte er den Muslim.
Die Überlieferungskette bis Abu Al-Aswad ist saḥīḥ, unterbrochen ist diese allerdings zwischen Abū Al-Aswad und Muʿāḏ aufgrund der Unbekanntheit des Überlieferers zwischen ihnen beiden. Dass der Hadith auf den Propheten zurückzuführen ist, wird durch den folgenden Hadith des ʿĀʾiḏ ibn Muʿāḏ deutlich, wodurch er ḥasan liġayrih wird.
4. Hadith ḥasan liġayrih. Überliefert durch Ar-Rawyānī in seinem „Musnad“ (Nr. 783) und Abu Nuʿaym in „Aḫbār Aṣbahān“ (1/65) und Al-Bayhaqī (6/205), wobei in ihm zwei unbekannte Überlieferer sind. Allerdings spricht der vorangegangene Hadith des Muʿāḏ ibn Ǧabal für ihn. Ebenso ist er mit einer ṣaḥīḥ Überlieferungskette von Ibn ʿAbbās mawqūfan überliefert worden: Überliefert von Aṭ-Ṭaḥāwī in „Šarḥ Maʿānī Al-Āṯār“ (3/257) sowie muʿallaqan von Al-Buḫārī in seinem „Ṣaḥīḥ“ (1/454 – Kitāb Al-Ǧanāʾiz). Ibn Ḥaǧar hat ihn im „Fatḥ Al-Bārī“ (9/421) als ṣaḥīḥ eingestuft. Auch wird der Hadith sowie der ihm vorangegangene durch Allahs Wort bestätigt: „Er ist es, Der Seinen Gesandten mit der Rechtleitung und der Religion der Wahrheit gesandt hat, um ihr die Oberhand über alle Religion zu geben', auch wenn es den Götzendienern zuwider ist.“ (At-Tawba:33 und Aṣ-Ṣaff:9).
5. Sadd aḏ-Ḏarāʾiʿ.